Rollen und Verantwortlichkeiten
Wer entscheidet was
Das Markensystem funktioniert nur, wenn Entscheidungen auf der richtigen Ebene fallen. Das untenstehende Schema (dreischichtiges Token-Modell) regelt die Eigentümerschaft.
Föderale Ebene (Kanzlei)
- Gemeinsame Tokens (semantische Rollen, Abstandsskalen, Mindestkontraste)
- Komponenten-Tokens (digitales Design-System)
- Governance-Verfahren (Validierung, Ausnahmen, Konfliktlösung)
- Versionierung des föderalen Kerns (semantic versioning)
Änderungen an dieser Schicht erfordern eine Prüfung durch mindestens zwei Personen aus dem Kanzleiteam (CODEOWNERS).
Einrichtungsebene
- Marken-Tokens (eigene Primärpalette, Schriften innerhalb der erlaubten Skala)
- Eigene
_brand.ymlfür Quarto-Ausgabe - Eigenes Kommunikationskit und Anwendungen
Eine Einrichtung darf ihre Marken-Schicht ohne föderale Prüfung ändern, solange das WCAG-CI grün bleibt und keine gemeinsamen Tokens überschrieben werden.
Konfliktlösung
Wenn eine Einrichtung eine Ausnahme außerhalb der Regeln wünscht (z. B. Beibehaltung eigener Typografie, abweichende Lockup-Position), folgt sie dem Ausnahmeverfahren:
- Antrag über das Governance-Portal mit Begründung.
- Beratung der Kanzlei innerhalb von 15 Werktagen.
- Bei Genehmigung: Dokumentation der Ausnahme in
institutions/{name}/exceptions.md, mit Enddatum. - Halbjährliche Überprüfung, ob die Ausnahme weiterhin gerechtfertigt ist.
Das Ziel ist nicht, Ausnahmen zu vermeiden, sondern Ausnahmen nachverfolgbar zu machen. Eine undokumentierte Ausnahme ist eine zukünftige Drift-Quelle.