Föderales Markensystem Eine Marke für die Bundesregierung
Aktualisiert: 2026-05-06

Rollen und Verantwortlichkeiten

Wer entscheidet was

Das Markensystem funktioniert nur, wenn Entscheidungen auf der richtigen Ebene fallen. Das untenstehende Schema (dreischichtiges Token-Modell) regelt die Eigentümerschaft.

Föderale Ebene (Kanzlei)

  • Gemeinsame Tokens (semantische Rollen, Abstandsskalen, Mindestkontraste)
  • Komponenten-Tokens (digitales Design-System)
  • Governance-Verfahren (Validierung, Ausnahmen, Konfliktlösung)
  • Versionierung des föderalen Kerns (semantic versioning)

Änderungen an dieser Schicht erfordern eine Prüfung durch mindestens zwei Personen aus dem Kanzleiteam (CODEOWNERS).

Einrichtungsebene

  • Marken-Tokens (eigene Primärpalette, Schriften innerhalb der erlaubten Skala)
  • Eigene _brand.yml für Quarto-Ausgabe
  • Eigenes Kommunikationskit und Anwendungen

Eine Einrichtung darf ihre Marken-Schicht ohne föderale Prüfung ändern, solange das WCAG-CI grün bleibt und keine gemeinsamen Tokens überschrieben werden.

Konfliktlösung

Wenn eine Einrichtung eine Ausnahme außerhalb der Regeln wünscht (z. B. Beibehaltung eigener Typografie, abweichende Lockup-Position), folgt sie dem Ausnahmeverfahren:

  1. Antrag über das Governance-Portal mit Begründung.
  2. Beratung der Kanzlei innerhalb von 15 Werktagen.
  3. Bei Genehmigung: Dokumentation der Ausnahme in institutions/{name}/exceptions.md, mit Enddatum.
  4. Halbjährliche Überprüfung, ob die Ausnahme weiterhin gerechtfertigt ist.

Das Ziel ist nicht, Ausnahmen zu vermeiden, sondern Ausnahmen nachverfolgbar zu machen. Eine undokumentierte Ausnahme ist eine zukünftige Drift-Quelle.